Das dickbauchige Schiff dümpelte im Hafenbecken, und als die Priester des Ordens zu Schwert und Kelch den Dreimaster segneten, blitzte die Sonne zwischen den tief hängenden Wolken hindurch.
Die "Mathilde" hatte über 100 Passagiere an Bord, unter Deck brüllte sich das Viehzeug die Seele aus dem Leib, andernorts stapelten sich Säcke voller Saatgut sowie etliche andere Waren.
Zehn Bewaffnete sorgten für Ordnung auf dem Schiff. Aufmerksamen Beobachtern fiel auf, dass die Wappen auf ihren Wimpeln zwar nicht die trawonischen Farben zeigten, sehr wohl aber das Wappen der königlichen Familie.
Was in den Köpfen der Männer, Frauen, aber auch Kinder vorging, die inzwischen das Schiff bestiegen hatten, war kaum zu sagen. In einigen Gesichtern spiegelte sich Hoffnung wider, andere wirkten unruhig oder gar besorgt. Auch drei Männer, die eine Distel im Wappen führten, gingen nun an Bord. Einer von ihnen hustete geräuschvoll, als hole er etwas aus dem tiefsten Inneren seiner Lunge nach oben. Im nächsten Moment flog ein Batzen Schleim ins Hafenbecken. Dann rief er laut: "Ja, mei, Kapitän. Ich glaub wir könna." Nachdenklich stützte er sich auf die Reeling und blickte zurück zum Ufer. "Ja, dann woll mer uns dös halt amol anschauen. Dieses Müüü-to-deeea, oder wie dös hasst."