Das Trawonische Reinheitsgebot

Item wir ordnen, setzen und wollen mit Rathe unnser Lanndtschaft das fran allenthalben in dem Knigreiche Trawonien auff dem Lande auch in unsern Stettn vie Mrckthen da deshalb hieuor kain sonndere ordnung gilt von St. Hagen bis auff den Reichsgerichtstag ain mass ber ainen heller trawonscher werung un vonm Reichsgerichtstage auf St. Hagen die mass ber zwen heller derselben werung und derenden der kopff ist ber drey haller bey nachgeferter Pene nicht gegeben noch augeschenckht sol werden. Wo auch ainer nit Merrzn sonder annder pier prawen oder sonst haben wrde sol erd och das kains weg hher dann die ma umb ainen heller schenken und verkauffen. Wir wollen auch sonderlichhen dass fran allenthalben in unsern stetten mrckthen un auf dem lannde zu kainem pier merer stchh dan allain gersten, hopfen un wasser genommen un gepraucht solle werdn. Welcher aber dise unsere Ordnung wissendlich berfaren unnd nie hallten wurde den sol von seiner gerichtsobrigkait dasselbig vas pier zustraff unnachllich so offt es geschieht genommen werden. jedoch wo ain brwirt von ainem ainem pierprewen in unnsern stettn mrckten oder aufm lande jezuzeutn ainen Emer piers zwen oder drey kauffen und wider unnter den gemaynen pawrfuolck ausschenken wrde dem selben allain aber sonstnyemandes soldyemas oder der kopfpiers umb ainen haller hher dann oben gesetzt ist zugeben un ausschenken erlaube unnd unuerpotn.




Wir verordnen, setzen und wollen mit dem Rat unseres Reiches, dass forthin berall im Knigreich Trawonien sowohl auf dem Lande wie auch in unseren Stdten und Mrkten, die keine besondere Ordnung dafr haben, von St. Hagen (01. September) bis zum Reichsgerichtstag (15. April) eine Ma (trawonische, entspricht 1,0 Liter) Bier fr nicht mehr als einen Heller Trawonischer Whrung und vom Reichsgerichtstag bis St. Hagen die Ma fr nicht mehr als zwei Heller derselben Whrung bei Androhung unten angefhrter Strafe gegeben und ausgeschenkt werden soll.

Wo aber einer nicht Mrzen sondern anderes Bier brauen oder sonstwie haben wrde, soll er es keineswegs hher als um einen Heller die Ma ausschenken und verkaufen. Ganz besonders wollen wir, dass forthin allenthalben in unseren Stdten, Mrkten und auf dem Lande zu keinem Bier mehr Stcke als allein Gersten, Hopfen und Wasser verwendet und gebraucht werden sollen.

Wer diese unsere Androhung wissentlich bertritt und nicht einhlt, dem soll von seiner Gerichtsobrigkeit zur Strafe dieses Fass Bier, so oft es vorkommt, unnachsichtig weggenommen werden.

Wo jedoch ein Gastwirt von einem Bierbru in unseren Stdten, Mrkten oder auf dem Lande einen, zwei oder drei Eimer (enthlt etwa 60 Liter) Bier kauft und wieder ausschenkt an das gemeine Bauernvolk, soll ihm allein und sonst niemand erlaubt und unverboten sein, die Ma Bier um einen Heller teurer als oben vorgeschrieben ist, zu geben und auszuschenken.

Auch soll uns als Knig vorbehalten sein, fr den Fall, dass aus Mangel und Verteuerung des Getreides starke Beschwernis entstnde, nachdem die Jahrgnge auch die Gegend und die Reifezeiten in unserem Land verschieden sind, zum allgemeinen Nutzen Einschrnkungen zu verordnen, wie solches am Schluss ber den Frkauf ausfhrlich ausgedrckt und gesetzt ist.




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