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Berichte der Jahre 505 und 506



5. Tag im 6. Monat des Jahres 506
Hochgeschtzte und ehrenwerte Exzellenzen,
in diesen Vortagen eines neuen, potenziell grausamen und lngerwhrenden Krieges gegen das Dunkle Reich rate ich dringendst davon ab, Kerfrek mit den geplanten Mitteln erneut befrieden zu wollen. Die Uruk der verschiedenen Stmme sind nun, im Gegenteil, als wertvollste Verbndete anzusehen und es sollten nun schnellstens dementsprechende Verhandlungen eingeleitet werden. Das Dunkle Reich wird meiner persnlichen Meinung nach ebenfalls Versuche unternehmen, die Kerfreker Urukclans entweder fr seine Sache zu gewinnen oder aber dieselben lediglich vor sich hertreibend, diesen Puffer benutzend, nach Trawonien einmarschieren, wie dies schon einmal praktiziert wurde. Die Uruk, so zwischen zwei Fronten geraten, werden die Flucht zur ihrer Meinung nach schwcheren Seite, nach Travonien, whlen und so, ohne groen Einsatz eigener Truppen, dem Dunklen Reich in die Hnde arbeiten.
Exzellenzen, ich lege Euch nahe, die oben genannten Fakten zu berdenken und biete mich hiermit an, nach Kerfrek zu reisen und alles daran zu setzen, die Stmme fr uns zu gewinnen und zu vereinen. In den alten Tagen unter der Regentschaft der Taryun Karhenai waren die Uruk gleichwertige BRGER Trawoniens. Wenn wir sie jetzt bekmpfen, da sie nur ihre angestammten und von Ihrer Majestt, Friede Ihrer Seele, verbrieften Rechte einfordern, werden wir nicht nur jeweils gegen die Uruk oder das Dunkle Reich einen schweren Stand haben! Einer dem gewogenen Antwort sehe ich mit Hoffnung entgegen.
Hochachtungsvoll
Ritter Darius von Falden
Ordenskrieger Achenars und ehemaliger Ritter des Reiches unter der Regentin, desweiteren Waffenmeister des Hauses derer von Staufenberg, desweiteren Darkai von den Uruk

21. Tag im 5. Monat des Jahres 506
Expeditionsbericht des Kerfrek James
Wir sind zurck aus Nehemia, und ich kann zufrieden berichten, keinen Mann verloren zu haben. Es sah zwar einige Male ganz eng aus, doch gelang es mir so einiges fr unser Museum mitzubringen. Schon kurz nach der Ankunft bemerkten wir, da das Dorf, welches ich fr eines der ersten Trawoniens hielt, noch immer bewohnt war, dessen Bevlkerung aber seit vielen Generationen einen schrecklichen Fluch trgt. Um Mitternacht fiel der "Plagenbringer" ber das Dorf her, und nur die, die sich am nchsten Morgen kurz nach Sonnenaufgang einem Waschungsritual im See anschlossen konnten geheilt werden. In diesem Moment beschloss ich, die Dinge etwas voranzutreiben und schwomm gegen den Willen des ansssigen Ordens auf den See hinaus, wo ich in einem wilden Gefecht gegen ein Seemonster - [... hier wurden 200 Worte ber den Kampf gestrichen...]
Jedenfalls fand ich dort diese Hhle unter Wasser. Inzwischen hatten meine Expeditionsteilnehmer einige Probleme mit dem Abt Jacobus und seinen Mnchen, welche den Glauben Bahamuths immer noch mit den Mitteln der Zeit austrugen, als Soran als Racheengel mit flammendem Schwert regierte. Luterungen in Form von Folterung war durchaus an der Tagesordnung. Als neben einigen Bekannten Gesichtern auch noch die Lady Sindel entfhrt wurde, hielt mich nichts mehr! Ich schlich mich heimlich in das Kloster, durchsuchte die Rumlichkeiten und fand schlielich - [... 400 Worte ber die Erforschung unterirdischer Gewlbe und Folterkammern...]
... wo ich schlielich Sindel fand die mir von den Greueltaten der Ordensbrder berichtete. Kaum war ich zurckgekehrt, setzten die Anwesenden Vertreter von Schwert und Kelch diese fest. Da hielt ich die Zeit gekommen, das Grab Trawans, dem Grnder Trawoniens zu entdecken, und machte mich mit einer Truppe in den Wald auf. Leider kamen wir nur zu dritt bei der Grabsttte an. Nachdem wir den Grabwchter von seiner Aufgabe befreit hatten, trugen wir den Sarg zurck ins Dorf, wurden allerdings unterwegs von mchtigen Trollen angegriffen. Einer der Schwert und Kelch Ritter ging sofort zu Boden, und so mussten Sir Garreth und ich uns den 9 Monstren stellen!! [... min. 600 Worte ber das Troll-Gemetzel...]
Nachdem der Sarg wieder im Dorf stand, Trawans Asche gut aufbewahrt und seine Rstung in einem Mausoleum (dessen Bau noch am selben Tag begann) ausgestellt war, blieb nur noch die Suche nach Trawans Schwert. Dies musste sich in den Hhlen unter dem Dorf befinden. Ich sammelte also eine Gruppe von 6 hart gesottenen Kriegern um mich, schwomm mit ihnen hinaus auf den See und so tauchten wir durch einen unterirdischen Gang hinein in die Hllen unter dem verwunschen Dorf! Wir kmpften uns durch Hhlen voller Feuer, gefolgt von Wasserkavernen, gefhrlichen Elementaren und noch unheimlicheren Nebeln bis wir schlielich die Ruhesttte dieser seltsamen Seemonster fanden. In einem wagemutigen Kampf [... 400...] erschlugen wir etwa 20 Monstren. Wohlgemerkt trugen wir nichts ausser einem Lendenschurz und einem Dolch bei uns!!! Unsere khne Tat ermglichte es den Schwert und Kelch Truppen unter der Leitung von Richard von Trnenburg, durch die Abkrzung (unter einem der Huser hatte sich ein Ri gebildet) in das Labyrinth einzudringen und das Schwert zu holen, da alle Monstren mit uns beschftigt waren. Mit letzten Krften rettete wir uns aus den Hhlen und krochen aus einem kleinen Erdloch im Wald nahe des Seeufers. Wir hatten es geschafft!!! Leider haben es die Mannen von Schwert und Kelch nicht geschafft, das Glaubensproblem mit den Mnchen beizulegen, weshalb auch der Plagenbringer nicht beseitigt werden konnte. Ich habe allerdings die Freude, hiermit einen jeden Trawonier in dieses Dorf einzuladen, um die Originalrstung und das Originalgrabmal vom ehrenhaften Lord Trawan, dem Grnder Trawoniens zu begutachten! Ebenso seid ihr alle herzlichst eingeladen, Trawans Schwert im Museum der Feste Prachtanperk zu erblicken, wo auch ich noch eine Weile sein werde, um einem jeden Frage und Antwort zu stehen.
Geschrieben von Kerfrek James, dem Entdecker der Engelssulen, und dem Schwert, Grabmal und der Rstung Trawans.


18. Tag im 5. Monat des Jahres 506
Hiermit ergeht der Ruf zu den Waffen fr alle Krieger der trawonischen Provinz Falden! Die Trawonische Heeresleitung fordert 14.000 Mann binnen eines Monats an; diese Mannen sollen sich zusammen mit den Truppen aus Kerfrek in Terwan einfinden. Mge unsere vereinte Strke, die Reinheit unseres Geistes und die Entschlossenheit unserer Faust den Kreaturen Bargaahns ein verhasster Feind sein!!
Bjoern van Wormgjard, in Diensten des Generalmarshalls Rober Leicester.

17. Tag im 5. Monat des Jahres 506
Erklrung des Ordens von Schwert und Kelch im Namen des Trawonischen Kronrates gegeben am 17. Tage des 5. Monats im 506. Jahre Bahamuths zu Kharendor: Hiermit ergeht Befehl an die Besatzung der Feste des Ordens von Schwert und Kelch, Lichtenwald in Kerfrek, sich mit sofortiger Wirkung nach Falden zu begeben. Sie sollen sich dort mit dem Faldener Heer vereinigen und zur Front abrcken. Die Feste wird bis auf weiteres an das Kerfreker Militr bergeben, die sich dieser im Ernstfalle bedienen drfen. Des weiteren ist ein Abzug der trawonischen Truppen aus Kerfrek geplant, der sich in den nchsten Wochen vollziehen wird. Diese Truppen werden ebenfalls nach Falden beordert werden um sich mit dem trawonischen Heere zu vereinigen. Fernerhin senkt der Kronrat die Abgaben von Erzen an Trawonien um die Hlfte, verlangt aber die Sicherung der Transporte durch das Kerfreker Militr. Ausserdem wird ein Kopfgeld vom Orden zu Schwert und Kelch auf die Ergreifung des Anfhrers der Rebellion in Kerfrek ausgesetzt. Derjenige der ihn uns lebend bringt, erhlt eine Belohnung von 20 Gold. Der Leichnam wird jedoch nicht belohnt. Mge Bahamuth seine schtzenden Schwingen ber uns alle halten Erlassen zu Kharendor am 17 Tage des 5 Mondes im 506 Jahre Bahamuths durch Marschall Richard von Trnenburg vom Orden zu Schwert und Kelch im Einvernehmen mit dem Kronrat.

15.Tage des 5. Monats im Jahre 506
Hiermit erklre ich, Sir Tjalf, Ordensgromeister des Ordens der Streiter des Einhorns, dass vom heutigen Tage an, bis zur Aufhebung des Kriegsrechts in Trawonien alle Ritter, Priester und Magier des Ordens der Streiter des Einhorns, samt Krieger- und Knappschaft, Adepten und Novizen, die in Bahamuts Namen fr die Verteidigung Trawoniens streiten, dem Befehle des Ordens zu Schwert und Kelch und somit dem Befehl des Marschalls des Ordens zu Schwert und Kelch, Richard von Trnenburg, unterstellt werden sollen. Mge Bahamut seine schtzende Hand ber alle Kinder des Lichts halten und dem Lande Trawonien eine schnelle Beendigung des Krieges ermglichen! Fr Bahamut, durch Sheenalasaar!
Erlassen zu berwacht, im Lande Rathon durch Sir Tjalf, Ordensgromeister des Ordens der Streiter des Einhorns

13. Tage des 5. Monates im Jahre 506
Hiermit erklren wir, Sir Tjalf, Ordensgromeister des Ordens der Streiter des Einhorns und Richard von Trnenburg, Marschall des Ordens zu Schwert und Kelch, dass eine neue ra in der Kooperation unserer Orden begonnen hat! Die Vertreter des Orden der Streiter des Einhorns und des Orden zu Schwert und Kelch haben sich auf der Feste berwacht eingefunden und sich darber geeinigt, den Kampf wider die Finsternis als "Ein Verbund" zu bestreiten. Mit dem Segen Bahamuths soll eine gemeinsame Heeresleitung gebildet werden, auf, dass unsere beiden Orden in den kommenden Tagen, Wochen und Monden Seite an Seite, als ein Schwert und ein Schild, die Heimstatt des Lichtes auf Erden schtzen werden.
Durch die Gnade Bahamuths haben wir unseren Weg erkannt. Mge unser Vorbild den anderen ein Zeichen sein, auf, dass alle Glubigen des Lichtes unserem Beispiel folgen, auf, dass die Kinder Bahamuths eins sind, wie einst am Tage der Grndung Trawoniens durch Trawan.
Fr Bahamuth, durch Cheenalasar! Vivat Trawonia, vivat Bahamuth!
Sir Tjalf, Ordensgromeister des Ordens des Streiter des Einhorns
Richard von Trnenburg, Ritter des Ordens und Marschall der Truppen des Ordens zu Schwert und Kelch

11. Tag im 5. Monat des Jahres 506
An alle freien Brger und Brgerinnen von Arden, an die Jger und Waldlufer, die Gerber und Krutersammler, Fernfahrer und Kaufleute, traurig ist der Anla, da ich mich nun wieder an Euch wenden mu.
Selbst jene, die Vterchen Arden ihr Lebtag nicht verlassen haben wird nicht entgangen sein, da wieder Krieg herrscht zwischen Trawonien und Torog Nai. Unsere Brder und Schwestern jenseits des Dunklen Limes mssen unsgliches Leid ertragen. Ihr Blut frbt den Boden rot und Kinder Barghaans sind bis nach Terwan vorgestoen. Nun kann ich nicht mehr schweigen, Euch nicht mehr von der blen Kunde fernhalten. Und vom Krieg. Auf unsren Pfaden, durch unser Land ziehen die Armeen von Schwert und Kelch, bereit ihr Blut zu geben fr Eure Freiheit und die Freiheit unserer Brder und Schwestern im Osten. Geleitet sie wohl und sicher durch den Uralten und lehrt sie die Gesetze, auf da sie nicht seinen Zorn spren mssen. Der Arden wird sie kleiden und nhren, wie er es fr uns tut. Traget Sorge dafr. Alle Schiffe unserer Handelsflotte werden die Hfen verlassen und auf weite Fahrt gehen, damit sie nicht hilflose Opfer an den Piers werden. Aber wir knnen die Ritter des Ordens nicht alleine fr uns streiten lassen, Kinder des Arden. Rstet Euch. Ich mchte euch nicht befehlen, denn das war noch nie die Art derer von Arden. Aber ich kenne Euch. Ich vertraue auf Euch. Ich weiss, Euer Herz schlgt am rechten Fleck und uns alle vereint die Liebe zu unserem Land und zu unserem lteren Bruder, zu unser aller Vater. Ich verlange viel von Euch, aber auch nicht mehr, als ich selbst zu geben bereit bin. Zwei meiner Kinder, mein eigen Fleisch und Blut verlor ich schon im Kampf und werde doch nicht weichen. Ich werde kmpfen, um zu erhalten, wo schon seit Generationen mein Geschlecht gelebt hat, was es schon solange wir denken knnen, beschtzt hat.
Blickt nach Osten, meine Kinder: Seht ihr den Rauch? Das sind die Wlder Praderas, die dort brennen. Eure Familien leben dort. Schmeckt Ihr das Salz in der Luft? Das sind die cker, die mit Salz besht werden. Die cker unserer Familien.Vertraut Eure Lieben Vterchen Arden an, bringt sie an die Orte, die schon zu Dunkler Zeit sicherer Hafen waren. Auch meine Tochter Imke wird Ostwacht verlassen und sich unter den weiten Armen des Arden verbergen, damit der Samen meiner Familie nicht erlischt. Und Ihr alle, die von Herzen Vterchen Arden liebt, die mit Trauer nach Osten blicken, in dieses geschundene Land, das einst uns gehrte, rufe ich zu: Kommet zu mir nach Ostwacht. Nehmt Eure Bgen, die ihr schon so lange tragt, wie ihr laufen knnt, nehmt Eure Spiee, unter denen schon so manche Sau ihr Leben lies, und kommt zu mir, damit wir den Arden in die Herzen unserer Feinde treiben. Auf den Spitzen unserer Pfeile und mit dem Schaft unserer Speere. Ich weis, meine Kinder, ihr seid keine Krieger. Doch wer ist das schon. Alles was wir brauchen ist die Liebe zu unserer Heimat und unserem Volk. Niemand kann sich wnschen da uns das Schicksal ereilt, das jenseits des Dunklen Limes wtet. Und Ihr, die ihr nicht mit uns ziehen knnt, die Ihr euch dem Arden anvertraut, auch fr euch habe ich eine Aufgabe: machet Pfeile und Bgen, Speere und Dolche, damit die jenigen, die bereit sind, ihr Leben zu geben, es nicht mit leeren Hnden tun mssen.
Alle, die bereit sind, fr Vterchen Arden zu sterben mgen sich in Ostwacht versammeln, damit wir lernen, gemeinsam zu kmpfen. Schon seit frhester Jugend fhrt Ihr Bogen und Speer, gar vortrefflich sind Eure Jagtknste. Doch ich sage euch, es ist etwas anders, auf einen Menschen zu schieen. Aber wir werden es tun mssen, um das zu verteidigen, was wir lieben und vielleicht zurckzuholen, was einst unser war. Kommet zu mir, meine Kinder, damit wir nicht mehr weinen mssen, wenn wir nach Osten blicken.
Verkndet dies in allen Drfern unserer Baronie, in allen Weilern und Htten. Sagt es den wandernden Barden und Hndlern, den Fellkufern und Reisenden. Schlagt es an die Brunnen und Tempel und legt es nieder an den Orten im Arden, die schon zu Dunkler Zeit das Wissen trugen.
Baron Bertrand von Ridenow Hohen Bogen Arden zu Ostwacht.

10. Tag im 5. Monat des Jahres 506
Heute ist die ?Lichtbringer" mit dem Seemeister der Kleriker der Reinheit Marthel Bries von Swenden im Hafen von Ridan eingetroffen. Es ist geradezu unglaublich, ich habe noch nie ein derart grosses Schiff gesehen. Selbst die stolze ?Quandirs Lied" aus Kelreh wirkt daneben wie ein kleiner Kahn. Der Seemeister der Kleriker verliess gegen Mittag das Schiff. Zusammen mit einem recht seltsam aussehenden Mann, wahrscheinlich einem recht hochrangigen Seeoffizier der Kleriker in einer mir unbekannten Uniform. Beide wandten sich im Gefolge weiterer Kleriker dem Gebude der Admiralitt zu, um dort mit dem Vizeadmiral der Ridaner, Albert von Hohenrechberg zusammenzutreffen.
Friedhelm Brandmeister, Mitarbeiter der Reichsermittlerschaft

9. Tag im 5. Monat des Jahres 506
Wie uns soeben bekannt gemacht wurde ist die Reise des Herzog Radubrandt von Stauffenberg nach Bretonia aufgeschoben. Der Herr Herzog war von der dortigen Frstlichen Hoheit Richard of York gebeten worden in einem Streit gegen die Flandern als Sekundant zu wirken.Doch, wie uns nun Kunde ereilte waren auf der vallconnischen Hochzeit die Herren Blankenberg und Siegesburg, und Ihre Hochwohlgeborene Grfin Genevre de Flandres zum Frsten der Bretonen geeilt, um ihm eine Botschaft Seiner Majestt, Philips II. von Burgund zu berbringen. In dieser bot Ihro Majestt Seiner Frstlichen Hoheit Richard of York, Frst von Bretonien und Souvern des Bretonischen Reiches die Hand dar und die Entschuldigung fr das, was den Groll des Frsten erregt hatte. Wie uns weiter bekannt wurde gab nach einigem Hin und Herr der Frst nach und nahm die Entschuldigung an. Insofern erbrigt sich eine Sekundantschaft des Herrn Herzog Radubrandt, besonders, da sich die Ereignise im Lande so sehr zugespitzt haben.
Die Sache betreffende Dokumente werden uns bald aus Vallconnan vorliegen und in der Bibliothek der Stauffenburg einsehbar sein.
[Lorenz von Authringen zu Hollerstein, Abteilung Dokumentation im Orden Achenar]

8. Tag im 5. Monat des Jahres 506
Brief an Sir Gildred
Das Licht Bahamuths leuchte Euch.
Werter Frater Gildred vom Lichtenmeer, die ersten Tage der Befreiung Keraweds sind nicht ganz so verlaufen, wie wir sie geplant haben. Der Dunkle Limes ist an zwei Stellen durchbrochen worden und unsere Truppen haben den Befehl zum Vorrcken erhalten. Fast zu selben Zeit jedoch, haben dunkle Truppen ihrerseits den Limes berquert und zwar in Terwan. Unsere Einheiten sind momentan nicht in der Lage dort in weniger als einer Woche einzutreffen um die dortigen Truppen zu entlasten. Die Feste Werthenharg liegt bereits unter Belagerung. Der Kronrat hat weitere Aushebungen in Trawonien veranlasst, die ebenfalls in einer Woche bereitstehen sollten. Wir wissen allerdings nicht, wie weit die dunkle Brut sich in Trawonien vorwagen wird. Es wre mglich, das sich Dornberg in Gefahr befinden wrde. Ich empfehle Euch und Euren Leuten, sich auf vorrckende Dunkle Truppen gefasst zu machen.
Mgen Bahamuths Schwingen uns alle schtzen und unsere Herzen mit Wrme erfllen, auf das wir nun auf ewig die Finsternis in seine Schranken weisen knnen.
Marschall Richard von Trnenburg, Ritter des Ordens und momentaner Oberbefehlshaber von Schwert und Kelch

7. Tag im 5. Monat des Jahres 506
Angesichts der schlechten Nachrichten aus Terwan hat der der Hohe Bannerherr am heutigen Morgen die Generalmobilmachung in allen Provinzen Aquilhs verfgt. Jeder Mann und jede Frau die willens und bei Krften eine Waffe zu fhren hat sich vor den Toren der Stdte Aquilda, Rathon und Kalen zum Kriegsdienste einzufinden. Erste Einheiten Bewaffneter sind derweil schon nach Terwan entsandt, um dem Grossherzog Stauffenberg und seinen Mannen wider die Eindringlinge zu Hilfe zu kommen. Derweil nimmt immer noch die Zahl der Betenden in den Vierteln um den Tempel zu Aquilda zu, auch wenn dort zumeist Alte, Frauen und Kinder sich zum Gebet eingefunden haben. So tragen auch diese zur Strkung unser aller Krfte bei. Bahamuth stehe uns in dieser Stunde der Not bei.
Jan de Tries, Hofchronist zu Aquilda

6. Tag im 5. Monat des Jahres 506
Oh Schreck, oh Graus. Schreckliche Kunde ist soeben in Aquilda eingetroffen. Die Schergen der Finsternis sind in grosser Zahl ber den Wall geklettert und nach Terwan eingedrungen. Man sagt, die Mannen des Grossherzogs Stauffenberg seien schwer in Bedrngnis geraten, doch glcklicherweise seien gengend Gerstete vom Orden der Gerechtigkeit noch am Arwedbergang der 11 Steine postiert gewesen, einem weiteren Vordringen der Finsteren zuvor zu kommen. Derweil tobt in Aquilda der Aufruhr - nahezu jeder Mann vonStand und Ansehen rumt Waffen und Gert aus dem Schrank um sich zu den Waffen zu melden.Ich werde eilen und versuchen dem Boten aus Terwan mehr zu entlocken.
Jan de Tries, Hofchronist zu Aquilda

4. Tag im 5. Monat des Jahres 506
Werter Bruder Malchevior.
Ich muss euch schreiben, um meiner in diesen schweren Zeiten so geplagten Seele etwas Ruhe zu verschaffen, denn bles ist mir ber die Brger in eurer ach so schnen Stadt Karadon zu Ohren gekommen, das ich wohl gar nicht glauben mag. Wisset, werter Bruder, dass ich am gestrigen Abend in den Strassen unserer stolzen Stadt Ridan einen mir bekannten Kaufmann aus Karadon traf, der mir mit wahrlich seltsame Kunde aus Karadon das Herz beschwerte. Seien doch die Brger eurer wunderbaren Hafenstadt gar sehr aufgebracht. Mtter und Vter von Shnen und Tchtern, die in unserer ruhmreichen Flotte dienen wrden sich in grosser Zahl beim Magistrat der Stadt beschweren wegen der hohen Verluste in den Schlachten. Das kann ich wohl gar nicht glauben, da doch jeder in Ridan weiss, dass bisherige Schlachten von den tapferen Matrosen aus Ridan ausgefochten wurden. Von einigen schweren Schiffen der Kleriker der Reinheit mal abgesehen. Und Verluste zhlten wir wohl nur wenige. Ihr wisst um meine Zuverlssigkeit in dem, was mir zugetragen wird und, was ich euch berichten kann. So sagt mir wohl, werter Bruder, was geht denn vor im fernen Karadon, dass die Leute solchen Lgen glauben. Denn Lgen mssen es wohl sein, dass das Volk derart aufgebracht schreit und die Heimkehr der Lieben fordert.Ich bitt euch, geht diesem Drngen nach, findet heraus, woher dieser irrgeleitete Glaube stammt. So ihr denn einen Quell benennen knnt, mag sich wohl ein Ermittler des Reiches um die Angelegenheit kmmern.
Henry Burmannsdale vom Orden der Gerechtigkeit

Auf Order und Befehl des Generalfeldmarschall der trawonischen Truppen im Felde seien alle im Lager von Herbstfeld zu Kerarwed folgendermassen angewiesen. Der Ausschank und der Genu von Branntwein und anderen berauschenden Getrnke, insbesondere Danziger Starkes seien bei Strafe untersagt. Jedermann habe sich die Nacht im Lager aufzuhalten, der Ausgang sei strengstens untersagt. Zum Anbruch des morgigen Tages haben sich alle Mnner und Frauen unter Waffen gewappnet und gerstet auf dem Platz vor dem Lager zum Lobpreis unseres Herren Bahamuth einzufinden. Desgleichen sei Marschgepck und Verpflegung fr 10 Tage zum Abmarsch bereitzuhalten. Die Kundschafter des Herrn Fidel von Kunten ? Aldenbach, die Wachmannschaft unter Vacla du Klov und das Vorauskommando der Herrin Waffna seien von der Anwesenheit am Lobpreis ausgenommen. Das Licht des Himmels stehe uns bei in dem, was der morgige Tag uns bringen mge.
Robert Leicester, Generalfeldmarschall der trawonischen Truppen

3. Tag im 5. Monat des Jahres 506
An den Oberbefehlshaber der Provinztruppen von Falden.
Mit Wirkung vom dritten Tag des fnften Monats im Jahre fnfhundertundsechs werden die drei Terwanschen Divisionen unter dem Kommando der Herren von Stauffenberg, von Eislingen und der Dame de Mornac fr bis auf Widerruf dem Befehl des Kommandierenden der Einheiten aus der Provinz Falden unterstellt. Sei tragen von nun an die Bezeichnungen Faldener Division Lwe, Panther sowie Gepard. Dieses Unterstellungsverhltnis ist nicht befristet, kann aber jederzeit widerrufen werden.
[Kommadantur der Terwaner Truppen, Oberst Graf Erfried von Treppen-Waldschmidt]

25. Tage des 4. Monats im Jahre 506
Marschbefehl:
Den vierhundertundzweiundziebzig, bereits auf Burg berwacht bereitstehenden, Ordensbrdern erteile ich hiermit den Befehl, unverzglich in die Baronie Felsental aufzubrechen.
Die Befehlsgewalt erhlt Ritter des Ordens Sir Kelhan, zu seinem Stellvertreter ernenne ich Ritter des Ordens Sir Risad.
Fr Bahamut, durch Sheenalasaar!
Sir Tjalf, Ordensgromeister des Ordens der Streiter des Einhorns

17. Tag im 4. Monat des Jahres 506
Werter Freund,
Ich sitze nun seit einiger Zeit in dieser elendigen Taverne in Rathon. Der Gestank ist grauenhaft, die Herkunft des Essens fragwrdig, der Met schlecht und die Expeditionsteilnehmer.... Von Zeit zu Zeit frage ich mich, ob ich das richtige mache und denke ber den vorzeitigen Ruhestand nach. Erschwerend kommt hinzu, dass die Wirtin mich mit ihrer fetten und hlichen Tochter verheiraten will (solange ich ihr die Hoffnung gebe, dass dies nicht auszuschliessen ist, muss ich zumindest keine Miete zahlen). Aber lass mich von den ersten Anwrtern der Expedition erzhlen und von den Geschehnissen, die fast dazu fhrten, dass wir die Taverne verlassen mussten. Ein Schamane namens Urgar, der Br beschlossin in einem Anfall von Trunkenheit Quendan berwacht einen Denkzettel zu verpassen. Zu diesem Zwecke beschwor er einen kleineren Geist ? was es war, konnte im nachhinein keiner genau sagen - und hetzte ihn auf den armen Magietheoretiker, der in einem ebensolchem Zustande war. Unter lautem Geschrei jagten die Hunde der Wirtin und ein noch mehr betrunkener Nachtgoblin diesen durch das ganze Haus. Die wilde Jagd nutzte der Rest der Tavernengste als Anlass zu einer Schlgerei, bei der einiges von der Einrichtung zu Bruch ging. Nur das Versprechen die oben genannte Tochter zu ehelichen und ein tiefer Griff in die Expeditionskasse bewahrte mich vor dem Schicksal, als ?Verantwortlicher" fr eine lange und unangenehmen Zeit im Kerker der Bttel aus Rathon zu fristen. Ich erwarte deine Ankunft sehnlichst!
Kerfrek James, Retter edler Jungfrauen

16. Tag im 4. Monat des Jahres 506
Heute trafen kleine Mnner, schwer gerstet und mit stattlichen Brten, in Aquilda ein ? Zwerge aus Kalen angefhrt von Grimm Gemmstein IV. Das Volk auf den Straen der Stadt spricht nur noch von dem schweren Kriegsgert, das sie mit sich fhren. Allerlei zerlegte Wurfgeschtze, gepanzerte Wgen unbestimmter Verwendung und gar anderes seltsames Handwerkszeug das sicherlich einer genaueren Examination lohnt. Morgen werde ich mit Magister Ignatius Dreifuss von der Akademie der Kriegsknste dem Heereslager der kleinen Leute vor den Toren der Stadt einer genaueren Visitation unterziehen. [Jan de Tries, Hofchronist zu Aquilda]

15. Tag im 4. Monat des Jahres 506
Aufruhr ? eine Welle der Entrstung durcheilt das Land ob der Schreckensmeldung, die uns die Flchtlinge aus Kerarwed bringen. Sie sagen, die Schergen der Finsternis wrden in Kerarwed die Leute einfangen und mit Ngeln an berall aufgestellten Balken nageln. Als Mahnmal an alle, den tapferen Mnnern und Frauen, die sich derzeit gegen die bse Unterdrckung stellen, jegliche Hilfe und Untersttzung zu verweigern. Kann Trawonien dulden, da dergleichen schreckliches an trawonischen Landsleuten verbrochen wird. berall im Lande macht sich deswegen Unruhe breit. In den Schenken, auf den Pltzen der Drfer und Stdte, ja in ganz Aquilda sieht man die Leute, einfache und Edle ohne Unterschied, zusammenstehen und die Lage disputieren. Waren die Gesichter noch vor Tagen sorgenvoll bekmmert und die Mienen von Trauer um unser verlorenes Kerarwed verschleiert, so steht mittlerweile gerechter Zorn in die Zgen geschrieben. Die Admiralitt zu Ridan lie heute per Eilboten die Nachricht berbringen, eines der Piratenschiffe unter feindlicher Flagge sei auf hoher See aufgebracht worden. Die berlebenden der Mannschaft und nahezu alle Offiziere seien festgesetzt worden und wrden demnchst unter schwerer Bewachung in Ridan einlaufen. Dort wrden sie in den tiefsten Kerker der Admiralitt geworfen und hochnotpeinlicher Befragung ber ihre Herkunft unterzogen. Einige Spezialisten der Reichsermittlerschaft haben sich dieser Nachricht schon auf den Weg nach Ridan gemacht. Der Hohe Bannerherr entsandte Boten in alle Landesteile, um die Hohen Herren und Damen des Rates der Krone zu einer baldigst anberaumten Sitzung zusammenzurufen. [Jan de Tries, Hofchronist zu Aquilda]

Lieber Vater.
Hab Dank, da Du mich auf Bitte meiner und Frater Ermos fr zwlf Tage aus dem Dienst befreit hast. Ich bin gut im groen Bahamuth-Tempel zu Aquilda angekommen. Es geht mir wohl und ich freue mich nach diesem ersten Tage auf die kommenden neun des Betens und Fastens. Ich kann immer noch nicht fassen, wie viele andere Bereitwillige sich hierfr an dieser heiligen Sttte versammelt haben. Der ganze Tempel, die Vorrume, ja gar das ganze Stadtviertel um das Gebude sind gefllt mit der Menge der Betenden, vereint im gemeinsamen Singsang der Liturgien. So sehr ist die Luft von der seligen Hingabe der Glubigen erfllt, da die heiligen Sule, der Fingerzeig Bahamuths, wie man sie auch nennt, Tag und Nacht von einem sanften, inneren Strahlen erfllt ist. Es sit so wunderbar, da ich wnschte Du und mein Bruder Swenn knnten diese Tage mit mir hier verbringen.
Gre von Deinem Dich liebenden Sohn Travish

14. Tag im 4. Monat des Jahres 506
Hiermit sei im Namen der Grossmeister von Schwert und Kelch und der versammelten Paladin und Ritterschaft des geheiligten Ordens von Schwert und Kelch folgendes Vorgehen verkndet. Sir Richard sei Rang und Kommandantur verliehen 500 Ritter, dero Krieger und Knappschaft zu erwhlen unter seinem uneingeschrnkten Befehle auszuziehen um der " elenden Brut der Finsternis" die Stirn zu bieten.. Die so bestimmte Garnison sei an die Grenze in Pradera de Piedras so gemeinhin auch Kerarwed genannt zu verlegen, um sich dort mit den Bewaffneten des trawonischen Kriegshaufens zu vereinen. Ein gemeinsames Kommando solle gebildet werden, auszuziehen um der Finsternis aufzuzeigen, dass das Vergiessen von unschuldigem trawonischen Blut auf altem trawonischen Boden nicht geduldet werden knne. Damals nicht und heute ebenso wenig. [Beschluss des Ordens von Schwert und Kelch]

Wieder haben sich Schiffe mit Flchtlingen aus Kerarwed bis in den sicheren Hafen von Ridan durchgeschlagen. Reisende aus Kelreh erzhlen von der Bewaffnung der Schweren Lanzentrger vor den Toren der Stadt. Es scheint die Gileads aus Amatyrill wrden diese nicht ganz billigen Einheiten ausrsten und bezahlen. Welch eine berraschung, der Seemeister der Kleriker der Reinheit ist eine Frau. Und welch eine schne noch dazu. Sah ich die Dame von Swenden doch ohne ihr amtliches Gewand, als ich mich heute zufllig in einer der Tren irrte und ganz ohne Absicht im ?Garten der Contemplation" landete. Peinlich das. [Jan de Tries, Hofchronist zu Aquilda]

13. Tag im 4 Monat des Jahres 506
Liebe Schwester. Heute am frhen Morgen kehrte der von mir so bewunderte Sir Richard von Trnenburg aus Aquilda zurck und berichtete den hochehrenwerten Grossmeistern von der Versammlung des Kronrates. Ja denk dir nur, er war dort selbst zugegen. Wie einige andere aufmerksame Novizen Kunde gaben, wurde dieser Bericht mit ungewhnlich lauterer Gegenrede als sonst blich vorgetragen. Bruchstcke wie "bei Bahamuths Gnaden, wie kann die dunkle Brut es wagen" und "das erfordert umgehende Massnahmen" waren selbst ber den Hof unserer geheiligten Feste zu hren. Was mir aber am meisten Angst macht ist, wie unausgesprochen deutlich seitdem das Wrtchen "Krieg" an den Lippen der Grossmeister hngt. Bahamuth verhindere, dass wirklich Schlimmes geschehen ist. [Gredel Ankenberg, Novizin im Dienste des Ordens von Schwert und Kelch]

Heute traf der neu erhobene Seemeister der Kleriker der Reinheit, Marthel Bries von Swenden, in Aquilda ein. Im Moment weilt er noch zum Abendessen in den Gemchern des Hohen Bannerherren. Wie man munkelt wrden ihm zu Ehren mit Flukrebsen gefllte Seegurken als Hauptgang gereicht. Eine sehr interessante Entwicklung der Dinge, wo doch der Hohe Bannerherr solch schleimige, salzige Biester ber alles verabscheut. Im Laufe des Nachmittags stie die Gefolgschaft des Herrn Seemeister in der Stadt auf eine Horde Kerfreker Bauern. Dabei kam es zum Vergngen aller anwesenden Aquildaner zu einer handfesten Schlgerei, die erst ihr Ende fand, als Sir Henry hchstpersnlich die Stadtwache zur Auflsung der lustigen Prgelei fhrte. Die hochehrenwerten Kleriker kurieren seitdem ihre Blessuren im ihnen zugewiesenen Flgel des Ratspalastes aus und trauen sich nicht mehr auer Hause. Die tapferen Kerfreker wurden fr den Aufruhr natrlich eingesperrt und drften mittlerweile heimlich auf dem Wege aus der Stadt hinaus sein. [Jan de Tries, Hofchronist zu Aquilda]

12. Tag im 4. Monat des Jahres 506
Es traf Nachricht von Sardor, Knig der Orken ein, die besagt, wie sehr er sich freue am demnchst stattfindenen "Gedenktag zu Ehren der gefallenen Helden" mit der Versammlung der Krone zusammenzutreffen. [Jan de Tries, Hofchronist zu Aquilda]

Meister,
lasst mich berichten was mir krzlich zu Ohren kam. Die Leute auf den Strassen zu Aquilda sprechen in letzter Zeit wieder ehrfurchtsvoll vom Euch so verhassten Orden von Schwert und Kelch.Sie unterhalten sich darber, dass die Mannschaften der verschiedenen Festen dezimiert wrden, da der Orden alle schlagkrftige Truppen aussende, um die Schergen der Finsternis aus Trawonien zu vertreiben. Scheint man wolle Euch und den Eurigen eine Fehde erklren. Desweiteren habe ich vernommen, dass die Gerchte um das "Fhnlein" des Sir Gildred von Lichtenmeer wahr sind und sie aus dem Orden verbannt werden sollen. Bse Zungen sprechen davon, sie wren auf ihrem Gute, Dornberg ist der Name - es liegt in Lichtenmeer in Terwan, faul und fett geworden und wollten nicht mehr kmpfen. Dergleichen mag ich aber nicht annehmen, Hoher Meister. Geht besser davon aus, dass diese heimlich wider uns rsten und es nur verweigern unter dem Banner von Schwert und Kelch gegen uns zu ziehen. Ansonsten bin ich gerade einer sehr geheimnisvollen Sache auf der Spur, Meister. Etwas das die Zwerge zu Kalen betrifft. Wie mir zu Ohren gekommen ist, haben sie zur Erffnung der Mrkte in diesem Frhjahr weniger Waren aus bestem Stahl zum Verkauf gebracht, als ich in den letzten Jahren beobachten konnte. Mir scheint, als ob sie etwas im Verborgenen schmiedeten und in diesen unsteten Zeiten werde ich mich wohl beeilen mehr darber in Erfahrung zu bringen.Weiteres werde ich Euch in Krze bermitteln.
Abgefangener Brief eines unbekannten Spions, vermutlich aus Torog Nai

11. Tag im 4. Monat des Jahres 506
Von der Admiralitt zu Ridan traf Nachricht ein, dass in einem schweren Sturm die "Licht im Dunkel", eine schwere Fleute im Dienst der Marine zu RhiDane, gesunken ist. Desweiteren wurde I.T.M. Schnelle Fregatte "Donnersturm" in selbigem schwer beschdigt und liegt zur Reparatur in den Docks zu Ridan. Trawonien trauert um die der Gnade der See berantworteten Seelen der tapferen Mnner und Frauen. Insbesondere gedenken wir der Edlen, Ricardo de Santrement, Maria donna Permosa, Magnus von Enzen, Jasper of Volance, Jenina von Hohenquell, Armando de Campino, Temal ibn Quasil ibn Chud beni Geraudschi, Nathaniel of Feyerhill, Philippe du Santrement, Shara dSurret, Gilbert von den Elfsteinen, Philiphe de Chuademento.
Wie die Admiralitt weiter berichtet ist die Seefahrt jenseits der Marken der Feuerspitze durch Umtriebe grsslicher Piraten gefhrdet. Unbesttigten Gerchten zufolge wrden diese unter Feindflagge die kstengewsser unsicher machen. Als Gegenmassnahme entsandte die I.T.M Admiral Horatio van den Bries einen Jagdverband unter Fhrung der Schweren Kelreher Galeasse "In Nomine Soran". Weitere Kriegsschiffe wurden aus Karadon angefordert. [Jan de Tries, Hofchronist zu Aquilda]

8. Tag im 4. Monat des Jahres 506
Kaufleute erzhlen, in Kerfrek wrde sich Unmut unter den dort lebenden Leuten breit machen. Eine befestigte Sttte des Herrn Blasius, Frst zu Kerfrek von I.T.M. Gnaden, sei schon angezndet worden. Der Hohe Bannerherr hat heute seine Sorgen um die Gefhrlichkeit dieses wilden Brandherdes ausgedrckt. [Jan de Tries, Hofchronist zu Aquilda]

7. Tag im 4. Monat des Jahres 506
Flchtlinge aus Hohenfluten sind in Terwan eingetroffen. Sie erzhlen bertriebene Geschichten, die Stadt wrde bald versinken. Sicher nur wilde bertreibungen, um braven Leuten ehrlich verdientes Geld aus dem Beutel zu ziehen. [Jan de Tries, Hofchronist zu Aquilda]

5. Tag im 4. Monat des Jahres 506
Erschreckende Berichte knden vom vom Aufmarsch der Finsternis am Limes in Kerarwed. Die Berater des Rates sprechen hinter vorgehaltener Hand von Kriegsvorbereitungen. Diesem grsslichen Treiben muss unbedingt Einhalt geboten werden. Der Hohe Bannerherr ordnet in ganz Aquilh fr die "Zweiten", also alle zweiten Shne und Tchter, den Ruf zu den Waffen an. All diese haben sich binnen Tagen in den Feldlagern um Aquilda zu sammeln, um gemeinsam gen Limes abzurcken. Ebenso ereilt uns aus RhiDane, Terwan die Kunde von weiteren Mobilmachungen, desweiteren sind Magier aus Eglin entsandt. [Jan de Tries, Hofchronist von Aquilda]

29. Tag im 3. Monat des Jahres 506
Die Baumanahmen im neugestalteten Ostflgel des Ratspalastes zu Aquilda sind nahezu abgeschlossen. Am heutigen Tage fhrte der hochberhmte Meister Pieter de Kries dem Hohen Bannerherren und der zufllig anwesenden Rahani von Kerdrabol das kunstvoll in buntem Glas gestaltete Hauptfenster der umgebauten "Halle der Erffnung" vor. Knstler und Kunstwerk wurden mit viel Lob bedacht. [Jan de Tries, Hofchronist zu Aquilda]

28. Tag im 3. Monat des Jahres 506
Die Schnelle Fregatte "Donnersturm" und die Schwere Galeere "Stolz von Ridan" sind von Aufklrungfahrt aus dem Golf von West, sdlich der Arwedmndung, zurck. Die beiden Kriegsschiffe begleiteten eine kleine Flotte von Flchtlingen aus Kerarwed in den sicheren Schutz des Hafen von Ridan. Wie die Geflohenen berichteten, seien sie nur knapp den Greueltaten des blen Feindes entkommen. Die bsen Handlanger der Finsternis wrden so manches Dorf auf gieriger Suche nach niederen Sklaven entvlkern. Auch habe deren oberste Sklaventreibermetze befohlen, auerordentlich hbsche Knaben und Mdchen von nicht mehr als zehn Sommern aus den Armen ihrer liebenden Mtter rauben zu lassen, um sie ihr fr schrecklichen Lustbarkeiten zuzufhren. Die stolzen und edlen Kerarweder verstecken seitdem ihre Kinder und man spricht davon, dass mancherorts sogar heimlich Vorbereitung zum Aufstand getroffen wrde. [Jan de Tries, Hofchronist zu Aquilda]

19. Tag im 3. Monat des Jahres 506
Der Rat der Krone lie zum heutigen Termin bekanntgeben, dass Sardor, Knig der Orken von I.T.M. Gnaden wieder aufgetaucht sei. Ein Bote werde zu Blasius, Frst zu Kerfek von I.T.M. Gnaden entsandt, um ebensolchen Sardor zur Versammlung der Krone am letzten Tage des vierten Monates zu laden. [Jan de Tries, Hofchronist zu Aquilda]

8. Tag im 3. Monat des Jahres 506
Hochverehrter Collega Dinkelstein.
Zu Ihrer hochehrenwerten Anfrage bezglich der Entstehung des Orken-Stammes der Torslots habe ich in unserer wohlsortierten Bibliothek zu Taufenstein einen Text des ehrenwerten "Kerfrek James", Abenteuer- und Forschungsreisender im Auftrag uns wohl bekannter Herren gefunden. Die Abhandlung lsst sich umfassend ber die Reisen des benannten Herren, seine Erlebnisse mit der dortigen Flora und Fauna und andere sekundr triviale Ereignisse, wie Goldfunde in der "Wabash"-Region aus. Bemerkenswert sind jedoch seine Studien der wilden Eingeborenen des Landes, den Orken. Aus diesen, werter Collega, habe ich mir erlaubt Ihnen den gewnschten Text in Abschrift beizulegen. "Vor ungefhr sovielen Jahreswechseln wie eine eine grosse Herde Hufe hat (wahrscheinlich vor etwa fnfhundert Jahren) traf der im "Grosser Fels" Gebirge von und zu Kerfrek ansssige Stamm der "Torsnax" auf den Stamm der Grnen, genannt "Skumlots". Zuerst waren sie sich friedlich gesinnt. Doch als es um die Beisetzung ihrer verstorbenen Stammesbrder ging erhoben die Torsnax Anspruch auf den Totenplatz, den sie, wie sie sagten schon seit vielen Generationen benutzten (seltsam, da sie doch ein Volk von Nomaden sind). Also bekriegten sich die beiden Stmme mit orkischer Brutalitt ber die Jahrhunderte hinweg und viel schwarzes und grnes Blut wurde darber vergossen. Dieser Streit endete erst nachdem die beiden Stmme von ursprnglich so vielen Orks, wie Grashalme auf einer Wiese (wahrscheinlich um die ein bis zweitausend) Orks auf soviele wie Hnde und Zehen zusammen dezimiert worden waren. Die beiden Stmme beschlossen die Toten des letzten Gemosches gemeinsam bei den anderen auf dem Totenplatz zu begraben. Dies war ein trauriger und historischer Augenblick, da die berlebenden sich zum Stamm der "Torslots" zusammenfanden. Die Orks beschlossen das Gebirge zu verlassen, weil es so nach den Toten stank und wegen des langen Streits nix mehr zu essen gab. Einige erlagen den Strapazen des Abstieges, andere fielen in dunkle Felsspalten, weitere wurden von wilden Bestien gefressen, so sehr waren die Orks erschpft. So waren bald nur noch die Shne der ehemaligen Stammeshuptlinge, ein Schnffelsquigg des Schwarzorks und der bermchtige Schamane brig."
[Francis Nurddel, Bibliothekar zur Anstellung der Akademia Taufenstein]

2. Tag im 2. Monat des Jahres 506
Sehr geehrter Herr de Tries.
Wie ihr wnschtet sende ich Euch die Abschrift der Verfgungsurkunnde des Knig Gunther ber das Gut Jelen im Westen Faldens. "Hiermit sei kundgetan, da ich Gunter vom Berg, Einiger des Landes und Herr ber ganz Trawonien folgendes beschliee. Du Heinrich vom Steig empfange aus der Macht meines Amtes das Land von Jelen. Damit sei alle Macht ber die Scholle und ber all jene die sich dorten niedergelassen unwiderruflich in deine Hnde gelegt. Hte das Land wohl und bewahre seine Kraft. Bahamuth mit dir wackerer Streiter, mgen wir die kommenden schweren Zeiten tapfer berstehen. Gegeben und gezeichnet im Jahre Bahamuths 482, mit Unterschrift des Gunter vom Berg"
In freundlicher Erwartung Euch weiteren Dienst antun zu knnen.
Francis Woodwarth, Verwalter zu Jelen


4. Tag im 4. Monat des jahres 505
Im Namen Trawoniens, seid uns gegrt, Sir Resnec Pecarion !
Wohl seid Ihr Euch darber bewut, aus welchem Grunde der Vorsto nach Kerfrek stattfindet. Hchstwahrscheinlich seid Ihr Euch nicht darber bewut, da der Kronrat entschieden hat, nachdem Graf Atrus von Cattenburg unter rtselhaften Umstnden erkrankte, Euch die Fhrung dieser Mission zu bertragen !
Zu diesem Zwecke soll Euch fr die Dauer des Befreiungsfeldzuges der Titel eines "Feldmarschalls im Auftrag der Krone" verliehen werden. Ihr seid aufgerufen, Euch Euren Fhrungsstab zu whlen. Ihr habt darauf zu achten, da diese Kompetent sind und eine mglichst groe Reprsentativitt besitzen, wie beispielsweise Fhrer anderer Delegationen. Folgende Personen sind beauftragt in den Fhrungsstab mit aufzunehmen:
Thristan Meridas, in den Fhrungsstab als Vertreter der Elfen,
Marius Waldorf, in den Fhrungsstab als Vertreter der Achenar,
Baron William Mattis, als Euer Berater,
Drek, der Orkscout mit einem weiteren Vertreter der Orks, welcher von Euch gut ausgewhlt werden soll. Drei weitere Personen, welche in anderen Gruppierungen oder Lndern schon Fhrungspositionen einnehmen.
Die Situation:
Schwarzorks haben Festungen und Forts mit Hilfe der Dunklen errichtet - Gebiet gilt als unsicher - Orkschamanen wurden entfhrt, Standort unbekannt -Versorgung kann nicht sichergestellt werden - Magische Ausstrahlungen wurden als uerst stark bezeichnet
Eure Befehle:
Lager errichten - Befehlskette einfhren - Stab zusammenstellen - Gebiet weitrumig erkunden - Bericht ber magische Strmungen von anerkannten Magiekundigen anfertigen lassen - Gegnerische Truppenstrke ausmachen - Informationen ber Lage und Zustand des Gebietes anfertigen - Gebiet sichern.
Vorgehensweise bei der Gebietssicherung:
Eine diplomatische Lsung suchen
Ist dies nicht mglich, seid Ihr befugt, im Namen der trawonischen Krone militrisch vorzugehen.
Das Kriegsrecht:
Je nach Ausma der militrischen Aktivitten, oder bei einer inneren Gefhrdung von Moral und Ordnung, seid Ihr dazu befugt, ber dieses Gebiet im Rahmen Eurer Befugnisse das Kriegsrecht zu verhngen.
Nach Sicherstellung des Gebietes schickt Ihr einen Boten nach Trawonien. Bis zum Eintreffen der Belagerungstruppen werdet Ihr dort mit Euren Mannen fr die Sicherstellung des Gebietes sorgen.
Gezeichnet im Auftrag des Kronrates, Malverin Kohel, Schreiber und Verwalter fr innere Angelegenheiten


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